Das Kleingedruckte. Dieses verdammte Kleingedruckte.
Manchmal könnte man sich als Verbraucher wirklich schwarz ärgern.
Wie man das im Vertrag nur übersehen konnte? Wie man somit auf ein verlockend klingendes Angebot nur hereinfallen konnte?
Das soll einem kein zweites mal passieren.
Doch das ist ja meistens nicht einmal das Hauptproblem.
Das Hauptproblem vieler geschäftsfähiger Bürger heutzutage ist nach wie vor, dass viele die einzelnen Vertragsarten und deren Bedeutung gar nicht so recht auseinander halten können.

Mieten; kaufen, wohnen

Deshalb wollen wir an dieser Stelle allen Unkundingen mal einen kleinen Überblick über die wichtigsten Vertragsraten und deren Bedeutung in der Marktwirtschaft verschaffen.
Als erstes beginnen wir im Bereich „Mieten; Kaufen; Wohnen“:

Folgende 4 Verträge sollte man hierbei kennen:

1. Den Mietvertrag
2. Den Kaufvertrag
3. Den Pachtvertrag
4. und den Leihvertrag

Der Mietvertrag

Beim Mietvertrag heißen die beiden Vertragspartner Mieter und Vermieter. Meistens treffen diese beiden Parteien aufeinander, wenn Sie eine Wohnung; Grundstücke oder bestimmte Räume mieten.
Aber auch Sachen wie ein Auto (Leasing) können Sie als Mieter in Anspruch nehmen.

Der Kaufvertrag

Die Zahl der Möglichkeiten ist also nahezu unbegrenzt. Das betrifft nicht nur Mietverträge, sondern auch Kaufverträge. Über nahezu alle Gegenstände bzw. beweglichen und unbeweglichen Sachen kann man einen Kaufvertrag abschließen.
Entweder als Käufer oder Verkäufer.

Der Pachtvertrag

Vielleicht genügt es Ihnen aber auch nicht Ihr Geld in irgendein Produkt zu stecken, dass dann sowieso nur sinnlos in d er Ecke steht.
Vielleicht wollen Die lieber gleich etwas pachten, wie z.B. eine Gaststätte in hervorragender Gegend. Denn immerhin ist es ja beim Pachtvertrag gesetzlich verankert, dass Ihnen als Pächter nicht nur die Nutzung des verpachteten Gegenstands, in diesem Fall der Gaststätte, gewährt wird, sondern Ihnen auch der Ertrag zusteht, den Sie mit der Gaststätte erwirtschaften. Das gilt auch für andere Bereiche. Denn pachten kann man ja nicht nur in der Gastronomie. Auch landwirtschaftliche Nutzflächen kann man beispielsweise pachten. Dabei steht Ihnen als Pächter dann eben nicht nur die reine Fläche zu, sondern auch beispielsweise der Ertrag von angebauten Früchten (wie Kartoffeln; Erdbeeren usw.)

Der Leihvertrag

Doch bevor man die Euro-Zeichen in den Augen haben kann, muss man eh erst einmal klein anfangen. Wenn man also nicht das nötige Kleingeld hat, um in seine Wunschziele zu investieren, ist es vielleicht ganz ratsam auch einmal Dinge zu entleihen. Sie als Entleiher haben einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass der Verleiher Ihnen die Sache unentgeltlich zur Verfügung stellt.
Ganz egal ob es sich dabei, um einen Stift oder einen Laptop handelt. Die Dauer der Leihfrist handeln Entleiher und Verleiher selbstständig untereinander aus.

Money, money, money und der Dienstleitungssektor

Wenn Sie hier angekommen sind, ist inzwischen schon einiges passiert. Sie haben gekauft, gemietet, gepachtet und entliehen.
Nun wollen wir aberden „Mieten; Kaufen; Wohnen Bereich“ verlassen und in den professionellen Dienstleistungssektor übergehen.

Auch hier greifen wir stellvertretend für viele weitere Vertragsarten die 4 wichtigsten heraus:

Die da wären:

1. Der Dienstvertrag
2. Der Werkvertrag
3. Der Frachtvertrag
4. Der Darlehensvertrag

Der Dienstvertrag

Auf direktem Wege wenden wir uns also im Rahmen eines Dienstvertrages an einen Rechtsanwalt. Es spielt nun wirklich keine Rolle, ob Sie entscheidende Fehler beim Kauf, Miet; Pacht oder Leihvertrag gemacht haben.
Mit einem guten Anwalt und dem dazu entsprechenden Dienstvertrag sind Sie auf rechtliche Schwierigkeiten vorbereitet. Doch beachten Sie eines. Sie als Dienstpflichtiger haben keinen Anspruch, dass- um bei dem Beispiel vom Rechtsanwalt zu bleiben- Sie mit ihm, dem Dienstherren, Prozesse gewinnen. Geschuldet wird schließlich nur die Leistung und nicht der Erfolg.

Der Werkvertrag

Umgekehrt ist dies beim Werkvertrag der Fall. Während Werkverträge ja grundsätzlich die Veränderung einer Sache zum Gegenstand haben, haben Sie als „Besteller“ also auch einen Anspruch darauf, dass der Unternehmer erfolgsorientiert nach Ihren Wünschen und Vorgaben arbeitet. Wenn Sie also ein Auto in die Werkstatt zur Reparatur bringen, ist es Ihr gutes Recht zu erwarten, dass der Werkstattinhaber ihr Auto pflichtgemäß repariert.

Der Frachtvertrag

Genauso wie Sie beim Frachtvertrag schließlich als „Frachtführer“ erwarten können, dass Sie irgendwann Ihre bestellte „Fracht“ bzw. Ware vom Absender in Empfang nehmen können.
An den Transport bzw. Versandkosten sollte das ja nicht scheitern.
Immerhin wird je nach Service dies für Verkäufer und Käufer individuell geregelt.

Der Darlehensvertrag

Vielleicht ist das aber auch wirklich alles zuviel für Sie. Rechtsanwaltskosten; Kosten für Reparaturen, Warenbestellungen.
Wenn Sie ganz besorgt in Ihren Geldbeutel blicken und feststellen, dass dieser ohnehin gähnend leer ist, wird Ihnen eh nichts anderes übrig bleiben, als erstmal einen Kredit aufzunehmen.
Sie werden zu Ihrer Bank gehen müssen und als Darlehensnehmer einen Kredit bzw. ein Darlehen über die benötigte Summe beantragen müssen. Ein Glück für Sie, dass Sie keinen negativen Schufa-Eintrag vorweisen können und ein geregeltes Einkommen nachweisen können, um die Kreditraten stemmen zu können.
Denn die Bank als Darlehensgeber vergibt nicht einfach leichtfertig Kredite an jedermann.