„Wikileaks“ veröffentlichte einst eine Depesche, in welcher von Ermittlungen im weststeirischen Dorf Modriach berichtet wurde. Das Ziel der Ermittlungen war die örtliche Freiwillige Feuerwehr, bzw. eine Infrarotkamera. Bereits vor einigen Jahren hat eine amerikanische Beamtin den Ort besucht. Der Grund dafür war im von Wikileaks veröffentlichten Akt nicht angegeben. Doch sehr genau wurde das Treffen mit dem Bürgermeister der Gemeinde beschrieben, der ihr, nachdem sie sich über den Typ des Gerätes erkundigt hatte, das Gerät mit allen Details erklärte. Es wurde auch vermerkt, das die Kamera vom Landesfeuerwehrverband zur Verfügung gestellt wurde und dass diese bei einem Brandangriff oder einer Feuerbrandwache benötigt wird, um sehen zu können, ob noch ein Mensch zu retten wäre.

Nach den Angaben in der Wikileaks Depesche fragte die Beamtin, ob die Feuerwehrleute auch wissen, dass es Restriktionen bei einem eventuellen Verkauf des Gerätes gäbe, dass sie die Kamera nicht verkaufen oder gar exportieren dürften. Nach den Angaben im geheimen Dokument soll der Feuerwehrmann erwidert haben, dass die Kamera ohnehin nicht verkauft werden könne, da sie ihnen nicht gehört. Die Kamera wurde vom Landesfeuerwehrverband verliehen. Und sie werde nur bei Bedarf benutzt. In weiterer Folge musste der Feuerwehrmann auch genau erklären, wo sie die Kamera untergebracht ist und wer sie benutzen dürfe.

Aus welchem Grund das Infrarotgerät dermaßen die amerikanischen Sicherheitsinteressen weckte, könnte sich nach der Veröffentlichung des Dokuments niemand im Ort erklären. Es handelt sich um eine völlig normale Wärmebildkamera, wie sie überall eingesetzt wird. Bei der von der amerikanischen Behörde in Augenschein genommenen Kamera handelt es sich lediglich um ein Schwarz Weiß Gerät aus der ersten Feuerwehrkommando des österreichischen Bundeslandes Steiermark gekauft wurde. Das Spezielle daran war, dass eine amerikanische Firma eine Lizenz darauf besaß und der Kommandant der örtlichen Feuerwehr eine Nutzungsbewilligung unterschreiben musste. Dieser Umstand reichte aus, um eine amerikanische Beamte in das weststeirische Weinland zu entsenden.